Baby it’s cold outside – Wie lange dauert es bis man Frostbeulen bekommt?

Winter has a tight grip on Beijing and China in general. The country is so big that winter comes in various forms here. The south is lovely warm with temperatures around 20 degrees, while the North is covered in snow and ice. Beijing is cold but bearable. The crazy cold winds from Russia haven’t hit the city yet (which unfortunately means we have problems with bad smog hovering above the city). Snow and ice are just a vague memory from skiing holidays.

But there is a place in China that is famous for its winter wonderland. Harbin, an industrial city in the north of China, close to the borders of Russia, Mongolia and North Korea. Temperatures hit – 30 degrees constantly during the cold months of the year, freezing daily life for the people living there. That’s what one would assume. Not with the Chinese. They seem to make the most of their sometimes extremely harsh living circumstances. Instead of staying inside for four months they decided to build an ice and snow world on a river island in the city center.  It is apparently the second biggest artificial snow world in the world (only Finland created a bigger space).

We had to see that! So we booked ourselves (that is Shane, Katy and I) a train ticket and a hotel in Harbin. The train ride took 7,5 hours and started at 3 am on a Saturday morning. We arrived in the Kempinski Hotel around midday. We were prepared for the cold weather, wearing at least three layers of clothes, thick and warm winter boots and ski gloves but when we stepped off the train the cold hit us unexpectedly. And it was only -17 degrees. Not even close to what Harbin is usually like.

First stop: an Irish coffee in the hotel lobby. We needed to make sure to stay warm of course. After the hot whiskey had warmed our bellies and loosened our sleepy heads a bit we went for two of the many main attractions Harbin has to offer. The snow Sculpture Park and finally the Snow and Ice Festival. I have to admit the Chinese know how to build big. You should have seen the size of the area and the buildings they had created. You don’t need to be a fan of ice and snow to appreciate this man build monstrosity. I could have gone without the crazy flashy illuminations, but hey, I am a European and China is – different.

We lasted a bit longer than an hour. – 17 degrees had turned into – 24 with a strong wind from the North and no pollution that could have warmed up the air above the city. The only thing we wanted was to go inside and have a nice hot drink. So instead of wandering the streets of Harbin we made the unanimous decision to call it a day and head back to the hotel where we would reward our adventurous selves with a nice meal and a few more Irish Coffees.

You know us, we are a little bit crazy. When we decided to do this trip we knew it would be a short one. We came explicitly for the festival and all of us had to work Monday morning again. This meant we had to take the 7,5 hour long train ride back to Beijing the next day again. I think a 15 hour journey for 1,5 hours of frosty excitement was definitely worth it. Next time we might do this trip in summer though, to see all the interesting sights that we had missed this time. Let’s hope that our toes will be defrosted by then.

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Der Winter hat Peking und China im Allgemeinen momentan fest im Griff. China ist allerdings so riesig, dass sich der Winter in verschiedenen Formen zeigt. Im Süden ist es zur Zeit noch wohlig warm bei ca. 20 Grad, während der Norden in eine Decke von Schnee und Eis gehüllt ist. In Peking ist es kalt aber man kann es noch sehr gut aushalten. Die eisigen Winde aus Russland lassen noch auf sich warten (was leider auch bedeutet, dass der stinkige Smog nicht weggeweht wird und immer über der Stadt schwebt) und Schnee und Eis sind nur vage Erinnerungen aus Skiurlauben.

Es gibt aber einen Ort in China der berühmt ist für sein Winterzauberland. Harbin, eine gigantische Industriestadt im Norden Chinas und nah an den Landgrenzen zu Russland, der Mongolei und Nordkorea. Temperaturen pendeln sich hier in den kalten Monaten des Jahres konstant bei -30 Grad ein und frieren das Leben der Bewohner ein. Würde man meinen, aber nicht mit den Chinesen. Die machen lieber das Beste aus ihren manchmal extrem harten Lebensbedingungen. Anstatt sich für vier Monate wie Gevatter Bär ins Innere zu verziehen bauen sie lieber eine Schnee-, und Eislandschaft auf einer Insel im Fluss der die Stadt durchzieht. Angeblich die zweitgrößte künstlich gebaute Schneewelt auf Erden (nur die Finnen überbieten das noch, aber da wohnt ja auch der Weihnachtsmann).

Das mussten wir mit eigenen Augen sehen. Shane, Katy und ich haben also Zugtickets und Hotelzimmer gebucht und uns auf die Reise gemacht. 7,5 Stunden dauerte die Zugfahrt, welche an einem Samstagmorgen um 3 Uhr in der Früh begann!  Gegen Mittag kamen wir im Kempinski Hotel an. Gut vorbereitet mit mindestens drei Lagen an Kleidung, dicken und warmen Winterstiefelen und Skihandschuhen stiegen wir aus dem Zug. Die Kältefront traf uns sofort und unerwartet. Und dabei waren es nur -17 Grad. Nicht mal annähernd so kalt wie Harbin üblicherweise ist.

Erster Stop: Ein warmer Irish Coffee in der Hotellobby. Wir mussten ja sicherstellen, dass wir uns warm hielten. Nachdem der heiße Whiskey unsere Bäuche wohlig warm und unsere verschlafenen Köpfe aufgeweckt hatte ging es los zu zwei der vielen Attraktionen in Harbin. Schneeskulpturen und das Schnee-, und Eisfestival standen auf dem Programm. Ich muss gestehen, Chinesen wissen schon wie man groß baut. Ihr hättet mal die Größe des Parks und der Gebäude sehen sollen, die da gebaut wurden. Man muss kein Fan von Schnee und Eis sein um diese von Menschenhand gebauten Monstrositäten  beeindruckend zu finden. Ich hatte alles zwar genauso toll ohne diese extrem grellen Farben gefunden, aber wir sind eben nicht mehr in Europa, sondern in China. Da ist alles etwas anders.

Ganze 1,5 Stunden haben wir es dort bei Dunkelheit ausgehalten. -17 Grad sind schnell zu -24 heruntergekühlt, was wir dem starken Nordwind zu verdanken hatten, der eben auch der Grund war, dass kein Smog die Luft über der Stadt aufheizen konnte. Alles was wir wollten war sich ins Innere zu verziehen und ein Heißgetränk zu bestellen. Wir entschieden einstimmig nicht mehr durch die Straßen der Stadt zu ziehen sondern ins Hotel zurückzukehren wo wir Abenteurer uns mit einem leckeren Abendessen und mehreren Irish Coffees belohnten.

Ihr kennt uns ja, wir sind ein wenig verrückt. Als wir uns entschieden diesen Trip nach Harbin zu machen wussten wir, dass es ein Kurztrip werden würde. Wir wollten explizit das Festival sehen und mussten alle am Montag wieder zur Arbeit gehen. Das bedeutete eben auch die gleiche Zugfahrt am nächsten Tag zurück nach Peking zu machen. Ich denke 15 Stunden in einem chinesischen Zug  auf sich nehmen um sich für  Stunden sprichwörtlich den Popo abzufrieren haben sich gelohnt. Nächstes Mal verschieben wir die Reise aber vielleicht lieber in den Sommer, damit wir auch wirklich noch all die anderen interessanten Sehenswürdigkeiten abklappern können. Hoffentlich sind bis dahin dann auch unsere Zehen wieder aufgetaut.

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